Bist Du wirklich Du selbst oder jemand, der Du glaubst, sein zu mĂŒssen?

16. Oktober 2017

Bist Du wirklich Du selbst oder jemand, der Du glaubst, sein zu mĂŒssen?

 

Wer von uns kann behaupten, dass er wirklich er selbst ist? Wer von uns handelt nach seinen ganz eigenen GlaubenssĂ€tzen? Wenn wir ganz ehrlich mit uns selbst sind, kann das so gut wie niemand von sich sagen. Wir alle sind zwar nackt und in unserem Wesen unbefleckt auf die Welt gekommen, aber schon frĂŒh haben wir angefangen, uns zu verbiegen. Sei es, um unseren Eltern zu gefallen. Um Aufmerksamkeit zu bekommen. Um Ärger aus dem Weg zu gehen etc. Von da an haben wir aufgehört, wir selbst zu sein. Wir haben nicht mehr das getan, was wir wirklich wollten. Dazu kamen dann noch die GlaubenssĂ€tze unserer Eltern, Großeltern, Lehrer und anderer Menschen, die Einfluss auf uns hatten. Das sind SĂ€tze wie: „Wenn Du im Leben Erfolg haben willst, musst Du entweder jahrelang studiert haben oder bis ans Lebensende hart arbeiten.“ oder „Arbeit geht ĂŒber alles. Auch ĂŒber die Gesundheit.“ Wenn uns diese SĂ€tze vielleicht einmal im Leben begegnet wĂ€ren, hĂ€tte das sicherlich keine großen Auswirkungen auf uns gehabt. Aber uns wurde das ja auch regelrecht vorgelebt. Beispielsweise wenn ein Vater an einer sehr schlimmen Grippe erkrankt ist und dann aber, anstatt zum Arzt zu gehen, sich weiterhin zur Arbeit schleppt. Oder wenn die Mutter jeden Abend weinend zu Hause sitzt, weil der Chef sie wie den letzten Dreck behandelt, aber sie trotzdem nicht kĂŒndigt und sagt: „Da muss man eben durch.“ NatĂŒrlich wurde das genauso auch von uns als Kind „verlangt“. Und irgendwann wurden das dann auch unsere GlaubenssĂ€tze und nun quĂ€len wir uns durch so manche Situation, anstatt uns selbst treu zu sein und das zu tun, was wir wirklich wollen. Wenn du beispielsweise in einem GesprĂ€ch mit einer Kollegin bist und sie erzĂ€hlt und erzĂ€hlt und du denkst aber die ganze Zeit, dass du dafĂŒr gerade erstens keine Zeit hast und dich das Thema zweitens null interessiert. Aber: Wir haben ja gelernt, dass es unhöflich ist, Menschen beim Reden zu unterbrechen. Also mĂŒssen wir da jetzt durch, ob wir wollen oder nicht. Sind wir dann aber nicht unhöflich zu uns selbst? Wo sind unsere eigenen GlaubenssĂ€tze abgeblieben? Könnte ein solcher in diesem Moment nicht lauten: Ich verschwende keine Lebenszeit mit Dingen, die mich nicht interessieren und die mich nicht weiterbringen im Leben? Dann wĂ€re man in der Lage, dieser Kollegin freundlich zu sagen: „Es tut mir leid, dich unterbrechen zu mĂŒssen, aber das Thema geht an mir vorbei und ich mĂŒsste mich jetzt wirklich wieder auf meine Arbeit konzentrieren.“ oder so Ă€hnlich.

Wie viel Lebenszeit kosten uns die GlaubenssĂ€tze, die uns in die Wiege gelegt wurden? Sicherlich sind nicht alle negativ belastet. Viele von uns sind aufgrund der GlaubenssĂ€tze ihrer Eltern bestimmt richtig weit gekommen im Leben und auch dankbar dafĂŒr. Aber es gibt eben auch die Menschen unter uns, die Angst haben. Angst vor VerĂ€nderung. Angst davor, etwas zu verlieren, wenn sie die GlaubenssĂ€tze ihrer Eltern nicht mehr beherzigen. Denn die mĂŒssen es ja schließlich wissen. Wir mĂŒssen uns bewusstmachen, dass wir unser eigenes Leben leben. Es ist Deins. Du kannst damit machen, was du willst. Du darfst Du sein. Du darfst Dinge tun, die nicht deinen Eltern entsprechen. Finde deine eigenen GlaubenssĂ€tze. DafĂŒr musst du allerdings den Mut haben, loszulassen. Wir alle wissen, dass das viel Überwindung kostet, aber es lohnt sich. Du wirst dich befreit fĂŒhlen und es wird dich auf jeden Fall weiterbringen im Leben als jetzt. Bist du von deinem Job gelangweilt und willst lieber etwas machen, dass dich wirklich erfĂŒllt, aber du hast Angst, dass es ein Fehler ist, deinen jetzigen Job zu kĂŒndigen, denn jetzt weißt du schließlich was du hast? Klar, weißt du, was du jetzt hast. Aber du weißt auch, dass das, was du hast, dich offensichtlich nicht glĂŒcklich macht. Du bist der einzige, der was daran Ă€ndern kann. Du kannst dir noch so oft den Glaubenssatz deiner Eltern vorsĂ€useln, das wird dich trotzdem nicht glĂŒcklicher machen!

Wir alle sollten einmal tief in uns gehen und aussortieren. Welcher Glaubenssatz hat mich weitergebracht und macht mich glĂŒcklich? Der kann gerne bleiben. Und welcher Glaubenssatz macht mir Angst und lĂ€sst mich an mir selbst zweifeln? Der MUSS weg. Anstelle seiner setzt ihr einen Glaubenssatz, der wirklich das wiederspiegelt, woran IHR glaubt. Er schlummert mit Sicherheit schon tief in euch, aber ihr ward euch bislang unsicher, ob ihr ihn zulassen dĂŒrft. Wenn ihr also unbedingt eine Erlaubnis braucht, dann bekommt ihr die jetzt eben hier von uns: Ihr dĂŒrft Eure eigenen tief verbuddelten GlaubenssĂ€tze sehr gerne hervorholen. Berichtet uns in den Kommentaren, welche das sind! Sie sind herzlich willkommen und bis dahin wĂŒnschen wir Euch und Euren GlaubenssĂ€tzen auf eurem gemeinsamen Weg viel Freude!

Euer Nature Athletes Team

 

(Copyright, 16.10.2017, Stefanie Meyer)

 


Tagged as